Sonntag, 26. April 2015

Nähtipp - "Mitwachs-Ärmel"

Heute möchte ich euch einen kleinen Exkurs zum Thema "Mitwachs-Ärmel" geben.
 
Wenn man für seine kleinen Liebsten etwas selbst näht, wünscht man sich  natürlich, dass die Kleidungsstücke möglichst lang getragen werden können. Besonders bei den ganz kleinen Größen ist es schade, wenn das Shirt nach kurzer Zeit nicht mehr passt.

Knackpunkt bei Shirts und Pullovern sind dabei die Langarm-Ärmel. Während Kurzarm-Ärmel und eine kürzere Gesamtlänge beim Wachsen weniger auffallen, sind Langarm-Ärmel dagegen schnell sichtbar zu kurz. 

Hier möchte ich deshalb auf 3 Vorschläge für mitwachsende Ärmel eingehen:

1. Langes Armbündchen

Bei dieser Variante verlängert man sich den Ärmel mit einem extra langen Bund aus Bündchenstoff. Statt einer „normalen“ Bündchenbreite von 1-2 cm verwendet man einen Bündchenschlauch von 4 bis 6 cm Länge, der dann zu Beginn in kleinster Größe umgeschlagen und später in voller Länge genutzt werden kann.

Allerdings ist das lange und voll aufgeschlagene Bündchen am Ärmchen eines Säuglings bzw. Babys eher Geschmacksache, eignet sich daher eher für Kleinkinder und größere Größen.

Hinweis: Beim Zuschnitt des Bündchen bitte beachten, dass dieses im Stoffbruch an den Ärmel genäht wird, d.h. wenn man eine Bündchenlänge von 6 cm erhalten möchte, muss der Zuschnitt für 12cm + Nahtzugabe erfolgen.


2. Enges Armbündchen


Diese Möglichkeit des Mitwachs-Ärmels setzt auf die Dehnbarkeit vom Bündchenstoff.
Hier schneidet man den Stoff für den Ärmel insgesamt um ca. 2 bis 3 cm länger zu, also eine Größe größer.
Als Bündchen verwendet man hier wieder die normale Bündchenbreite von 1-2 cm, schneidet den Bündchenstreifen in der Weite aber so eng, dass dieser später am Handgelenk fast vollständig gedehnt anliegt (trotzdem berücksichtigen, dass das Bündchen noch über die Hand zum Anziehen passen muss). 

Ziel ist es, dass der Ärmel nicht so einfach über das Handgelenk rutscht. Der Ärmel bauscht sich am Anfang in der kleinen Größe wie ein „Pusch-Ärmel“ auf bis er nach und nach mit rauswächst.

Um die richtige Weite für den Bündchenstreifen zu ermitteln, schneidet man diesen diesmal am besten im gedehnten Zustand zu.


3. Verlängerter Saum

Diesmal wird für den Ärmelbund kein Bündchenstoff verwendet, sondern der „klassische“ umgeschlagene Saum.
D.h. am Ärmelende wird die Nahtzugabe nach innen geklappt und abgesteppt.

Beim verlängerten Saum für den Mitwachs-Ärmel wird diese „Nahtzugabe“ um 4-6 cm verlängert. Zu beachten ist: Möchte man den Ärmel um 2 cm mitwachsen lassen, muss der Ärmel im Zuschnitt um 4 cm verlängert werden.

Am Anfang kann der Ärmel dann umgeschlagen später lang getragen werden, ohne dass dies am Stoffmuster am Ärmel groß auffällt (da gleicher Stoff).









Die letzte Variante des "verlängerten Saums" nähe ich in meinem nächsten Tutorial "Das Schlupfshirt". In Kürze wird dieses hier im Blog erscheinen.


Viel Spaß beim Ausprobieren!

Grüße aus der Nuckelbox!

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