Donnerstag, 7. Juli 2016

Aller Anfang ist schwer - Teil 1: Shirts


Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
 

Heute möchte ich euch mal von meinen Anfängen von vor 4 Jahren berichten und vielleicht ist ja auch für den einen oder anderen Näh- bzw. Schnittanfänger ein interessanter Tipp dabei. 

In diesem ersten Teil möchte ich euch meine ersten Shirt-Versuche zeigen. Zusammenfassend lässt sich dazu sagen: erst zu eng, dann zu lapprig ;-P



Mein aller erstes selbst genähtes Kleidungsstück war ein T-Shirt für meine damals 6 Monate alte Tochter.
Das Schnittmuster ist aus einem alten T-Shirt sowie diversen Maßen an meiner kleinen Probantin entstanden. Da ich das Nähen erst kürzlich für mich wieder entdeckt hatte, war mein verfügbarer Stoffvorrat noch entsprechend klein. Es sollte dann unbededingt der süße Eulenstoff sein, aus dem ich auch schon meine Nuckeltaschen genäht hatte. Nur handelte es sich dabei um nicht dehnbaren Baumwolldruck. Das T-Shirt sah am Ende auch wirklich hübsch aus - nur anziehen ließ es sich ganz schlecht, denn auf eine Schulteröffnung hatte ich verzichtet und trotz Bündchenrand ließ sich nichts an dem Shirt dehnen.

Nähtipp 1: Oberteile wie T-Shirts, Pullover oder Langarmshirts am besten aus dehnbaren Stoffen wie Jersey oder Stretch-Sweat nähen. Falls es doch ein nicht dehnbarer Stoff sein soll, wie eben Baumwolldruck oder diverse Fleecearten, dann immer min. eine Größe größer zuschneiden, bzw. eine Schulteröffnung zum Reinkommen nähen. 

Auch ein amerikanischer Ausschnitt (überlappende Halsöffnung), wie er häufiger vor allem bei Bodys oder in meinem Schlupf-Shirt-Schnitt zu finden ist, hilft, damit der Kopf durch den Halsausschnitt passt.

Nähtipp 2: Bei Shirt-Schnittmustern für nicht dehnbare Stoffe ohne extra Öffnung sollte der Halsausschnitt sehr weit geplant werden (also Kopfumfang + etwas Luft). Damit der Ausschnitt nach dem Nähen aber nicht zu groß ist, kann er mit Bündchen oder Gummizug wieder verkleinert werden. Der endgültige Halsumfang wird dann durch den Bündchen- bzw. Gummiband-Umfang vorgegeben. Der nicht dehnbare Stoff wird so beim Nähen am Halsausschnitt gerafft und gibt beim Anziehen durch das Dehnen wieder ausreichen Platz zum Anziehen.


Ein weiteres Shirt habe ich dann aus dehnbarem Jersey-Stoff für Vorder- und Rückteil genäht. Diesmal sicherheitshalber gleich mit Schulteröffnung. Leider ist der Halsausschnitt diesmal am Ende viel zu groß geworden, denn ich habe dehnbares Bündchen auf dehnbaren Jersey mit normalen Halsausschnitts-Maßen verwendet und beim Nähen zusätzlich noch etwas gedehnt. Am Ende war dann alles komplett ausgeleiert.

Nähtipp 3: bei dehnbarem Stoffen zum Säumen (Bündchenstoff, Jerseystreifen) nicht den eigentlich Halsumfang als Maß verwenden, sondern zunächst immer mit Faktor 0,7 - 0,8 kürzen. 

Nähtipp 4: Beim Nähen niemals den Stoff des Shirts dehnen, sonst fixiert man die Dehnung mit der Naht. Außerdem sollte man einen Stretch-Stich verwenden, damit sich der Stoff auch nach dem Zusammennähen noch dehnen lässt.

 
Viele Grüße,
 aus der Nuckelbox

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